05. Danke für das Wort Gottes

Die Heilige Schrift begleitete mich seit dem Anfang meiner Bekehrung und auch später auf meinem Weg mit Jesus. In der Bibel suchte ich nach Wegweisern, die mir sagten, wie ich leben sollte. Genauso, wie die Eucharistie, wurde auch die Heilige Schrift für mich zu einer wahren täglichen Nahrung, aus der ich meine Stärkung, Kraft, Ausdauer und Hoffnung auf ein besseres Morgen schöpfte. In der Bibel finde ich Ratschläge für jede Lebenssituation.

Danke, Herr Jesus!

Herr Jesus, ich möchte mich bei Dir für dein Gottes Wort bedanken, das eine heilende Kraft besitzt und den Menschen den Weg zur Verwandlung deren Herzen zeigt.

Eine besondere Bedeutung hat für mich der Gedanke Deiner Passion, Jesus. Indem ich zusammen mit Dir den Weg des Leidens ging, wurde mein Glauben stärker. Trotz allem konnte ich vorwärts gehen und meine Probleme überwinden, besonders wenn es mir unmöglich schien, eine richtige Lösung zu finden. Ich habe alles in Deine barmherzigen Hände gelegt und dadurch bekam ich die Gnade, stärker zu sein, als jene Hürden, die sich auf meinem Weg befanden.

Immer, wenn ich mir Deine gekreuzigte und leidende Gestalt vorgestellt habe, konnte ich dadurch auch mein eigenes Leiden ertragen und die Verzweiflung und Traurigkeit überwinden. Das war allerdings eng mit meiner Entscheidung verbunden, freiwillig mein eigenes tägliches Kreuz voller Leiden, Krankheiten, Arbeitslosigkeit und Schwierigkeiten des Alltags anzunehmen und es zusammen mit Dir zu tragen.

Dabei empfand ich eine sehr große „Linderung“ meiner Lage: mir wurde die riesige Last, die ich bisher getragen habe, weggenommen. Darum war es mir trotz aller Probleme und Sorgen, die mich weiterhin bedrückten, leichter zu leben.

Dein Wort heilt und befreit von Angst

Ich will dich rühmen, Herr, denn du hast mich aus der Tiefe gezogen 
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren
Herr, mein Gott, ich habe zu dir geschrien 
und du hast mich geheilt.
Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes, 
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.
Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen, 
preist seinen heiligen Namen!
(…) 
Zu dir, Herr, rief ich um Hilfe, 
ich flehte meinen Herrn um Gnade an.
Was nützt dir mein Blut, wenn ich begraben bin? 
Kann der Staub dich preisen, deine Treue verkünden?
Höre mich, Herr, sei mir gnädig! 
Herr, sei du mein Helfer!
Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, 
hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.
Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen. 
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit
(Psalm 30)

Während der Krankheit war ich gewöhnt Psalmen-Fragmente mit mir zu tragen. Immer, wenn ich eine innere Unruhe gespürt habe und eine unerwartete Furcht kam, nahm ich aus der Tasche ein Psalm und las ihn mir mehrmals durch. Halblaut wiederholte ich die Verse, die mich besonders bewegten. Ich tat dies so lange, bis ich eine Erleichterung und Frieden im Herzen empfand.

Dein Wort stärkt und tröstet

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, 
ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.
Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, 
wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. 
Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, 
keine Flamme wird dich verbrennen (…)
Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist 
und weil ich dich liebe (…)
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.
(Das Buch Jesaja 43, 1-5)

Herr Jesus, so viele Male spürte ich Angst und Unruhe! Dann suchte ich in der Bibel nach Deiner Hilfe und fand oft Deine Worte, die mir Mut machten: „Verzweifle nicht! Vertraue mir ganz und gar“ (Lukas 8,50).

Mehrmals bat ich Dich um Dein Wort für mich. Nachdem ich die Bibel geöffnet habe, waren Worte der Stärkung und Ermutigung zu sehen: „Seid nicht bestürzt und habt keine Angst! Vertraut Gott und vertraut mir!” (Johannes 14,1) oder „Habt keine Angst! Ich bin es doch! Fürchtet euch nicht! (Markus 6,50)

Herr Jesus, es ist sehr schwierig in der Bibel alle Deine Worte voller Hoffnung, Stärkung und Ermutigung zusammenzuzählen. Die von Dir an mich gerichteten Worte lassen mich immer optimistisch erscheinen. Wenn ich sie lese, bekomme ich immer Ruhe, Freude und den Glauben daran, dass alles in meinem Leben gut gehen wird, weil Du immer mit mir bist.

Dein Wort gibt die Kraft, Schwierigkeiten zu überwinden

Eines Tages stieg er mit seinen Jüngern in ein Boot und sagte zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren. Und sie fuhren ab.
Während der Fahrt aber schlief er ein. Plötzlich brach über dem See ein Wirbelsturm los; das Wasser schlug in das Boot und sie gerieten in große Gefahr.
Da traten sie zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Meister, Meister, wir gehen zugrunde! Er stand auf, drohte dem Wind und den Wellen, und sie legten sich und es trat Stille ein.
Dann sagte er zu den Jüngern: Wo ist euer Glaube? Sie aber fragten einander voll Schrecken und Staunen: Was ist das für ein Mensch, dass sogar die Winde und das Wasser seinem Befehl gehorchen?(Lk 8,22-25)

Jesus, Du hast mir gezeigt, dass es keine Situationen gibt, die furchtbar sind, weil du immer bei mir anwesend bist. Du hast mich einige Jahre lang darüber belehrt, dass ich mich vor nichts fürchten sollte.

Du zeigst mir auch jetzt, dass das Wichtigste für mich ist, Dir ganz zu vertrauen – in Zeiten der größten Schwierigkeiten, als auch in meinem ganzen Leben. Deine Worte, mit denen Du mich zum tiefen Glauben gerufen hast, verliehen mir eine ungeahnte Kraft, die mir hilf, alle schwierigen Probleme zu überstehen.

Dein Wort kommt in materiellen und finanziellen Schwierigkeiten zur Hilfe

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. (Joh 21, 1-14)

Nachdem ich meine Arbeit wegen des dortigen Mobbings verloren habe, war ich ein paar Monate lang arbeitslos. An einem Tag erhielt ich die Aufforderung eine Rechnung zu begleichen. Doch seit längerer Zeit war ich aufgrund von Geldmangel nicht imstande es zu machen. Schließlich wurde ich benachrichtigt, dass meine Angelegenheiten dem Gericht übergeben worden wären, wenn ich die Schuld nicht innerhalb von 7 Tagen abzahlen würde.

Daraufhin begann ich noch eifriger als vorher um eine Arbeit zu beten. Ich betete mit Hilfe der Heiligen Schrift (u.a. habe ich ein Fragment aus dem Johannes-Evangelium 21, 1-14 gelesen) in der Hoffnung, dass Du, mein Jesus, mir zeigen würdest, „wo ich mein Netz” auswerfen sollte, um „einen guten Fang” zu machen und somit zu überstehen.

Bald darauf ist es zu den Ereignissen gekommen, von denen ich auf dieser Internetseite in den Geschichten „Wie gründete ich meine eigene Firma?” und „ Sieben Tage” erzähle.