21. Wie erfuhr ich die innere Heilung?

Meine Eltern haben sich durch ihre gemeinsamen Bekannten kennengelernt. Wegen der Entfernung (meine Mutter wohnte im Osten und mein Vater im Westen des Landes) haben sie sich nur einige Male vor der Trauung getroffen und es war unmöglich, sich einander gut kennenzulernen.

Sie haben nach einigen Monaten der Bekanntschaft geheiratet. Nach der Trauung zog meine Mutter an das zweite Ende des Landes um, um seither in einem großen Haus zusammen mit meinem Vater und seinen Eltern zu leben.

Doch bald darauf hat alles begonnen…

Vor der Trauung hatte mein Vater sein echtes Antlitz sehr sorgfältig vor meiner Mutter verborgen. Auch ihre gemeinsamen „guten“ Freunde hatten meiner Mutter nichts über die schlechten Neigungen meines Vaters gesagt (bis heute wissen wir nicht, warum sie es nicht getan haben). Gleich nach der Trauung kam die ganze Wahrheit über meinen Vater ans Licht. Es zeigte sich, dass er ein notorischer Alkoholiker war, zahlreiche Geliebten hatte und dazu ein mehrfacher Verbrecher war. Bereits vor der Trauung musste er einige Male aufgrund von verschiedenen Verbrechen im Gefängnis sitzen.

Leider hat er auch nach der Trauung nicht auf seine bisherige Lebensweise verzichtet. Er betrank sich weiterhin, beging mehrmals Ehebrüche und wurde außerdem für verschiedene Verbrechen mit einer Gefängnisstrafe bestraft.

Ich versuchte mir vorzustellen, wie sich meine Mutter fühlen musste, als mein Vater gleich nach der Trauung wieder ins Gefängnis gehen musste. Dieses Ereignis musste für sie wirklich ein schrecklicher Schock gewesen sein – genauso wie andere Taten meines Vaters. Z.B. war er sehr oft abwesend und wenn er nach Hause zurückkam, war er am meisten betrunken und schlug meine Mutter. Meine Mutter wurde zutiefst enttäuscht, besonders wenn meine Großmutter (die Mutter meines Vater) ihren Sohn verteidigte und immer auf seiner Seite stand.

Als ich geboren wurde, drehte mir mein Vater den Rücken zu. Er sagte zu meiner Mutter, dass ich nicht sein Kind sei. Schließlich drohte er meiner Mutter sie umzubringen. Dabei war auch meine Oma (Die Mutter meiner Mutter) anwesend. Gleich danach packte meine Mutter ihre Sachen und zog zu ihren Eltern zurück. Ich war 5 Monate alt, als meine Mutter meinen Vater verlassen hat. Bald danach haben sich meine Eltern scheiden lassen.

Danach hatte ich niemals mehr die Möglichkeit meinen Vater kennenzulernen, weil er kein Interesse an mir zeigte. Nur einmal, als ich ein paar Jahre alt war und schon zur Grundschule ging, schickte er mir zwei Bücher aus dem Gefängnis, in dem er sich wieder einmal befand. Später, als ich ungefähr 10 Jahre alt war, haben unsere gemeinsamen „guten“ Bekannten mich und meine Mutter benachrichtigt, dass er in einem Lastwagenunglück ums Leben gekommen war. Sie sagten, er sei betrunken gewesen und kam direkt unter die Räder eines sehr schnell fahrenden LKWs.

Ich war ein verletztes Kind

Die Zeit verging… Meine Mutter hat mich selbst aufgezogen und wollte niemanden mehr heiraten. Ihrer Meinung nach würde eine erneute Heirat nach ihrer Scheidung im Widerspruch zu ihrem christlichen Glauben stehen und ihre Verbindung zu Gott zerstören.

Als ein sehr kleines Kind war ich sehr nervös, ich schrie ohne Grund und man konnte mich auf keine Weise beruhigen. Wenn jemand mich an meinen Vater erinnerte, reagierte ich mit Wut, Geschrei und sagte sogar manchmal schlimme Sachen. Ich hasste es sogar, wenn jemand in meiner Anwesenheit seinen Namen erwähnte.

Im Laufe der Zeit hat sich mein Verhalten geändert und ich wurde weniger nervös aber dafür wurde ich schüchtern, begann die Gesellschaft zu meiden und mich von anderen Menschen zu isolieren. Ich konnte stundenlang schweigen, ohne mit jemandem ein Wort zu wechseln. Ich erinnere mich an „die Qual“, die ich bei allen Familien- oder Gesellschaftstreffen „über mich hergehen“ musste, was für mich eine riesige Tortur war. Übrigens hatte ich oft, wenn jemand zu Besuch kam, eine Ausrede auszugehen. Dabei fand ich eine ruhige Stelle, wo ich stundenlang sitzen konnte, bis der Gast wieder nach Hause ging.

Ich habe in den Kontakten „eine Maske“ angezogen, d.h. ich bemühte mich nett zu sein und lächelte andere sehr häufig an. Darum würde auch niemand darauf kommen, was für innere Zustände ich tatsächlich gehabt habe. Dieser Meinung war auch meine Mutter, der ich vor ein paar Jahren über meine damaligen Stimmungen erzählt habe. Doch ich hatte auch Kolleginnen und Kollegen, und so viel mir das Lernen auch sehr viel leichter und ich lernte auch sehr schnell, nahm an Wettbewerben und Vorstellungen teil und hatte verschiedene Interessen, die ich entwickelte. Darum schien ich auch äußerlich ein ganz gewöhnliches Kind zu sein… Doch trotz der Erfolge innerhalb als auch außerhalb der Schule, fühlte ich mich damals so, als wäre ich nichts wert.

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Die Jahre vergingen… Ich wurde immer schüchterner, war voller Komplexe und habe mich in meiner eigenen Welt verkrochen. Ich fühlte mich, als ob ich ein schlechter Mensch wäre. Wahrscheinlich floh ich auch aus diesem Grund vor Leuten und konnte keine dauerhaften Beziehungen aufbauen und festigen. Oft hatte ich wechselnde Stimmungen – einmal war ich lustig und gleich darauf voller Traurigkeit, Überdruss und Leid. Meine Zustände waren von mir unabhängig und wenn sie kamen, konnte ich mich nicht beherrschen und brach oft zusammen.

In einem gewissen Moment meines Lebens bin ich zum Entschluss gekommen, dass mein innerer Zustand mich und mein eigenes Verhalten sehr schlecht beeinflussen würde. Ich habe bemerkt, dass er mich immer mehr störte, mein Leben schwierig machte, besonders das tägliche Funktionieren und das Aufbauen von Kontakten und Beziehungen mit anderen Menschen. Das hat sich noch vertieft, als ich ins Erwachsenenleben eingetreten bin. Ich hatte Angst, Entscheidungen zu treffen, wurde einfach zu einer sehr ängstlichen und unselbständigen Person. Zwar hatte ich viele Ideen, aber gleichzeitig hatte ich Angst irgendwelche Schritte zu unternehmen, um diese Ideen auch zu verwirklichen. Heute bin ich mir sicher, dass ich mehrmals eine gute Gelegenheit verpasst habe, etwas Interessantes zu machen.

Darum gab es in meinem Leben eine Zeit, in der ich fast gar nichts tat, und in der mich nur Misserfolge und Niederlagen begleiteten- da ich vor Angst keine Initiative ergreifen wollte.

Häufig nur deswegen, weil das Umfeld von mir forderte Kontakte mit anderen zu knüpfen.Ich hatte einfach Angst vor deren negativen Reaktionen und damit auch davor, dass ich versagen würde. Was damit verbunden war, war die Angst vor einer nächsten Ablehnung seitens anderer.

Endlich kam ich zum Entschluss, dass ich mir mit einem solchen Charakter tatsächlich mein Leben verspielen würde. Ich sehnte mich sehr nach einer inneren Veränderung, denn ich wollte in Wirklichkeit gar nicht so sein, wie ich war. Ich wusste aber, dass ich nicht imstande wäre, meine Probleme selbst zu bewältigen.

In schwierigen Augenblicken erinnerte ich mich an meinen Vater, den ich für das ganze Unglück in meinem Leben und dem meiner Mutter, beschuldigte. Ich sagte oft, dass alles hätte ganz anders sein können, wenn er ein guter Ehemann und Vater gewesen wäre. Ich fühlte, wie sehr er mich verletzt hatte… Immer wieder trug ich in mir das Gefühl der Ablehnung. Die Gedanken an meinen Vater verursachte in mir einen noch stärkeren Schmerzen und Ärger, sowie vertieften auch meinen Hass ihm gegenüber. Ich war nicht imstande, an meinen Vater zu denken, ohne dabei das Gefühl von Hass zu empfinden…

Wie erfuhr ich die innere Heilung?

Eines Tages habe ich in einer Tageszeitung einen Artikel über die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche gelesen. Ich kann nicht erklären warum, aber ich spürte innerlich, dass ich mich ihr anschließen sollte. Nach einer gewissen Zeit entschloss ich mich schließlich zum ersten Gebetstreffen in die naheliegende Kirche hinzugehen.

Seit dieser Zeit besuchte ich die Treffen der Gebetsgruppe regelmäßig und nahm zweimal an den Exerzitien teil. Seitdem ich mich der Gruppe angeschlossen habe, spürte ich, wie sich etwas allmählich begann in mir positiv zu verändern. Als ob kleine Lichtstrahlen die Dunkelheit, die in mir herrschte, immer mehr erhellten… Ich spürte, wie Gott begann meine kranke Seele zu heilen….

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An einem Tag hörte meine Mutter (sie war damals noch nicht an Alzheimer krank) ein Radioprogramm, in dem ein Missionar über seiner Arbeit und Gott erzählte. Aber ich hatte wichtigere Dinge zu tun und hörte nicht zu… Nach ein paar Tagen, als ich ins Zimmer meiner Mutter ging, hörte ich die Wiederholung des gleichen Programmes mit dem gleichen Missionar. Aber auch diesmal hatte ich keine Absicht zuzuhören, weil ich wieder einmal etwas Wichtigeres zu tun hatte.

Aber wie bereits bemerkt, lag es Gott daran, dass ich diesem Programm zuhörte… Wieder vergingen ein paar Tage, als an einem Abend meine Mutter mit dem Radio in ihrer Hand ins mein Zimmer eintrat und mich fragte, ob sie es einschalten könne. Zu dieser Zeit begann wieder die gleiche Sendung, die ich damals erwähnt habe. Das war eine weitere -und wie es sich später herausstellte – seine letzte Wiederholung. Diesmal habe ich das Programm bis zum Ende gehört….

Zu Gast beim Radio war Pater James Manjackal – ein charismatischer Missionar, der auf der ganzen Welt das Evangelium predigt und mehrere Charismen des Heiligen Geist von Gott empfing u.a. das Charisma der Heilung.

Ich habe vorher noch nie gehört, dass jemand auf diese Weise über Jesus und Seine unbegrenzte Liebe zu allen Menschen sprach. Über Jesus, der lebt, wirkt, kranke Seelen und den Körper heilt. Pater James erzählte über eine andere Welt, d.h. über die Geisteswelt, die mir bis dann eher unbekannt erschien, obwohl ich – es schien mir so – eine gläubige Person gewesen bin. All das, was er über Jesus sagte, war einfach phantastisch…

Als ich zuhörte, wurde der spontane und tiefe Durst nach Gott in mir erweckt. Ein Durst, mich Gott zu nähern und Ihn besser kennenzulernen. Zum Schluss sprach Pater James u.a. ein Gebet für alle Menschen, die dem Programm zuhörten. Danach habe ich mich irgendwie besser gefühlt, dieses Gebet hat mich mit Hoffnung erfüllt…

Gleich nach dem Programm fand ich die Internetseite von Pater James auf (www.jmanjackal.net ) und schickte ihm eine Nachricht in der ich ihn um ein Gebet für mich und meine völlige innere Heilung bat.

Ich brauchte eine innere Heilung

Es vergingen ein paar Wochen. Eines Tages war ich zufällig im anderen Teil meines Stadtviertels, um etwas zu erledigen. As ich dann auf dem Gehweg spazierte, warf ich ungewollt einen Blick auf die Anzeigetafel, die sich an der Straßenseite befand, und bemerke eine Anzeige von den Exerzitien einer der Kirchen. Da ich zur diesen Zeit nicht vorhatte, an Exerzitien teilzunehmen, wäre ich bestimmt nicht stehenbleiben und wäre sicherlich weitergegangen. Doch eine Kleinigkeit hat meine Aufmerksamkeit geweckt– und zwar war das eine Zeichnung einer menschlichen Gestalt auf der Anzeige. Wahrscheinlich wäre daran nichts Besonderes gewesen, wenn es nicht die gleiche Zeichnung war, die sich auch im Internet auf der Hauptseite von Pater James Manjackal befand.

Einige Tage lang dachte ich darüber nach und kam zum Entschluss, dass das ein Zeichen sein musste… Denn ich habe doch Pater James um ein Gebet für mich gebeten… Und obwohl ich vorher keine solchen Pläne hatte, entschloss ich mich, an den Exerzitien teilzunehmen.

Während der Exerzitien erfuhr ich, dass Verletzungen aus der Vergangenheit einen großen Einfluss auf unser Leben haben. Darum braucht man eine innere Heilung. Während des gemeinsamen Gebetes wurde mir bewusst, wie sehr ich verletzt war. Gleichzeitig entdeckte ich, dass die Quelle meiner Verletzungen und innerer Zustände in meiner frühen Kindheit und besonders in der pränatalen Phase, als meine Mutter schwanger war, lag.

Die Ursache meiner Probleme war also das Verhalten meines Vaters, die Erlebnisse meiner Mutter in der Schwangerschaft und die Ereignisse gleich nach meiner Geburt… Aus diesem Grund verspürte ich keine Lebensfreude. Ich war voller Wunden und trug das Joch der Schuld meines Vaters sowie auch das Gefühl der Ablehnung.

Mir wurde bewusst, dass ich dringend eine innere Heilung brauche. Dabei überlegte ich, was ich tun konnte, um eine solche Heilung zu erhalten.

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Der gute Gott hat – wie immer- für alles gesorgt… Es vergingen einige Monate und an einem Tag spürte ich einen inneren Impuls, in einem bestimmten Augenblick das Radio einzuschalten. Gleich darauf hörte ich die Nachricht, dass Pater James Manjackal (!) in meine Stadt kommen sollte… Er sollte hier 4-tägige Exerzitien namens „In Seinen Wunden gibt es unsere Heilung“ predigen und für Kranke, die eine Heilung benötigten, beten. Ich wusste, dass das etwas für mich war. Denn ich wollte so sehr endlich meine Last von mir abwerfen, die ich schon seit langem in mir trug…

Diese Exerzitien waren eine intensive Zeit, die zur Annahme der inneren Heilung vorbereiteten. Jeden Tag begannen sie um 9.30 Uhr und endeten um 20.00 Uhr, manchmal sogar später. Und ich danke Gott dafür, dass sie gerade zur diesen Zeit stattfanden, ansonsten wüsste ich nicht, was mit mir hätte weiterhin passieren können. Ich hatte einfach keine physischen und psychischen Kräfte, um weiterhin normal leben zu können. Es tat mir alles weh… Ich erinnere mich daran, dass die Menschen an den ersten Tagen der Exerzitien sangen, lachten und klatschten, während ich nur weinte. Ich konnte mein Weinen überhaupt nicht unterdrücken, als ich an meinen Vater und mein Leben dachte.

Während der Exerzitien sprach Pater James sehr viel über innere Verletzungen und deren Ursachen, als auch nach dem Bedürfnis nach der inneren Heilung. Und alles, was er sagte, passte genau zu mir… Er sprach auch sehr viel darüber, was wir tun sollten, um die Quelle und Ursachen der Verletzungen zu entdecken und unsere Herzen für Jesus Christus, dessen Liebe und für die innere Heilung zu öffnen.

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Ich habe die Exerzitien ganz ernst genommen und bemühte mich genau alle Hinweise von Pater James zu folgen. Inzwischen war ich mir sicher, dass die Quelle meiner Verletzungen tatsächlich in der pränatalen Zeit sowie auch in den ersten Monaten nach meiner Geburt entstanden sein musste. Und ich war sicher, dass sie durch das Verhalten meines Vaters verursacht wurden. Pater James sprach viel über das Bedürfnis der Vergebung, ohne die die innere Heilung unmöglich sei. Ich verspürte allerdings einen riesigen Hass gegenüber meinem Vater. Darum bat ich Jesus mir zu helfen vergeben zu können, weil ich nicht imstande war, es selbst zu tun.

Um eine gute Beichte durchzuführen, habe ich tief in mein Gewissen reingeschaut. Schließlich warf ich während einer langen Beichte alles von mir heraus, was mich bis dahin gequält hatte – Hass, Leid, Groll, Unruhe und Schwächen… Als ich vom Beichtstuhl wegging, fühlte ich mich, als ob ich eine riesige Last von mir abgeworfen hätte.

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Am Abend des gleichen Tages fand das Heilungsgebet statt. Pater James betete um die Genesung für jeden von uns. Indem er das Gebet sprach, ging er gleichzeitig durch alle Lebensetappen des Menschen, beginnend bei der pränatalen Lebensphase. Ich bat Jesus, dass Pater James auch mich berührte…

Während des Gebetes habe ich gespürt, dass etwas mit mir passierte. Es ist schwierig das zu beschreiben. Ich habe so etwas, wie eine innere Wärme gespürt… Es war so, als wenn ich in etwas eingetaucht wäre, was Güte und Wohlwollen ausstrahlte. Es war eine Welle der inneren Wärme, die mich völlig erfüllte. Ich habe mich so gefühlt, als ob jemand mich sehr lieben würde. Als ob sich mir diese Liebe nährte, mich völlig ergriff und in meinen Körper eindrang.

In jenem Augenblick verschwand alles: Groll sowie Hass meinem Vater gegenüber, das Gefühl von Ablehnung, Traurigkeit usw. Ich spürte eine glückselige Ruhe und einen inneren Frieden und Freude. Ich spürte, dass ich mutig, stark und kräftig wurde.

Das war ein unvergessliches Erlebnis, das mit nichts anderem vergleichbar war. Ich kann nur sagen, dass ich seit dieser Zeit nach nichts anderem mehr suchte, was mich beglücken könnte. In einem Augenblick hat mir Jesus alles gegeben. Er hat mir sich selber und seine unbegrenzte Liebe geschenkt. Und das genügte mir gänzlich.

Und zum ersten Mal habe ich an meinen Vater positiv gedacht. Es wurde mir bewusst, dass er sehr unglücklich gewesen war, weil er auf eine leichtsinnige Weise gelebt hatte und durch seine eigenen Sünden versklavt war. Ich spürte, dass ich ihm alles vergab. Außerdem spürte ich, dass es in Wirklichkeit zwischen uns, also meinem Vater und mir, eine tiefe Bindung gab.

***

Als das Gebet zu Ende gegangen ist, war es schon sehr spät. Pater James ging daher sehr schnell zum Ausgang hin, um sich zu erholen. Ich folgte ihm rasch und erwischte ihn gleich direkt am Ausgang.
-„Pater, Jesus hat mich geheilt“, sagte ich.
Anschließend fügte ich noch etwas hinzu, was mir schon lange durch den Kopf ging und sich an jenem Abend noch verstärkte:
-„Pater James, ich will für Jesus arbeiten.“
Pater James hat mich angelächelt und gesagt:
-„ Gib Zeugnis von Ihm “
und dann, bevor er aus der Kirche ging, wiederholte er noch einmal die gleichen Worte:
-„Gib Zeugnis von Ihm “

Und das war mein Zeugnis…