18. Darlehen

Bevor ich meine Firma aufgrund des Mobbings verließ, hatte ich ein Darlehen aus den betrieblichen Sozialfonds aufgenommen. Zu dieser Zeit kaufte ich eine neue Wohnung, also brauchte ich Geld, um die fehlende Summe dazuzuzahlen. Gemäß dem Vertrag sollte das Geld bis zum 31 August von mir zurückgegeben werden. Leider war ich nicht in der Lage dieser Verpflichtung termingerecht nachzukommen. Ende August schickte ich an die Firma ein Schreiben, in dem ich um eine Verlängerung der Zahlungsfrist – auf den 31 Dezember – bat. Ich bekam eine positive Antwort, aber gleichzeitig wurde ich benachrichtigt, dass das der letzte Termin für die Zahlung sei.

Im Oktober habe ich etwa die Hälfte der gesamten Summe zurückgezahlt. Aber ich brauchte noch sehr viel Geld. In dieser Zeit bin ich auch ernst erkrankt und aus diesem Grund konnte ich auch nicht arbeiten und Geld verdienen. Als dann der November kam, wurde es mir klar, dass es für mich unmöglich sei, die fehlende Summe aufzubringen. Ehrlich gesagt konnte mich nur noch ein Wunder retten.

So habe ich alles Dir, Jesu, und Deiner Barmherzigkeit anvertraut. Dabei bat ich die Mutter Gottes Ewiger Hilfe, den Heiligen Judas Thaddäus (besonderer Patron bei schwierigen Anliegen, hoffnungslosen Fällen und verzweifelten Situationen) und den Heiligen Antoni von Padua um die Fürbitte bei Gott.

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Der Dezember hat bereits angefangen und Weihnachten rückte immer näher, aber die fehlende Geldsumme hatte ich noch nicht zusammen. Zwar ging kurz vor Weihnachten das erste Semester des Sprachkurses, wo ich arbeitete, zu Ende, doch das zweite sollte erst im neuen Jahr beginnen. Etwa anderthalb Wochen vor Weihnachten kam mir ein Gedanke in den Kopf – den Schüler zu sagen, dass sie das Geld für das kommende Semester früher überweisen könnten.

So habe ich beschlossen, dies den Schülern zu sagen, doch der Rest war in den Händen Gottes. Es war doch klar, dass niemand drei Wochen vor Beginn des neuen Semesters für den Kurs bezahlen würde. Also habe ich zu Gott gesagt:

-Jesu, ich vertraue mich Dir an. Du hast die Macht, um die Herzen dieser Menschen zu berühren, damit sie- wenn Dein Wille so ist- mir früher zahlen könnten, damit ich mein Schuld zurückzahlen kann.

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In der letzten Woche vor Weihnachten ist dann etwas Unheimliches geschehen – eine ausreichende Anzahl von Schülern hat für den Kurs bezahlt und auf diese Weise kam eine große Summe zusammen. Es fehlte mir noch ein Drittel des Betrages, den ich für die Rückzahlung benötigte.

In dieser Zeit wurde ich auch informiert, dass das Versicherungsamt eine Geldentschädigung für mich bereithielt. Ich wusste aber nicht in welcher Höhe. Als vor Weihnachten ich auf dem Weg nach Hause war, bin ich nach S. gefahren, um dort dieses Geld abzuholen. Zu meiner Freude war es genügend, um meine Schuld abzubezahlen. Gleich an diesem Tag habe ich das Geld überweisen und somit meine Schulden zurückgegeben. Das war am 22 Dezember, genauergesagt, einige Tage vor dem Zahlungstermin.

Auf diese Weise hast Du mich, Jesu, aus Schwierigkeiten und Sorgen herausgeführt – trotz meiner menschlichen Schwächen, Krankheiten und Schwierigkeiten.

Es kommt immer Hilfe aus dem Himmel,

auch, wenn im letzten Augenblick,

weil Du treu und zuverlässig bist, mein Gott!